Auch im Pfarrverband Hohenau gedachten die Gläubigen ihrer Angehörigen während des Gräbergangs. In der Einführung zum Gottesdienst führte Pfarrer David Savarimuthu aus, dass es keine Heiligkeit sei, wenn wir Menschen Heilig nennen. Heilig sei eigentlich ein Attribut, das nur Gott selbst zugeschrieben werden könne. Wenn wir das Fest Allerheiligen feiern, dann kennen wir an, dass diese Menschen es geschafft haben den allein heiligen Gott durch ihr Leben sprechen und wirken zu lassen.
Für Pfarrer David Savarimuthu bedeute heilig und selig das Fest im irdischen Leben zu tun und zu geben. Er zitierte die Heilige Mutter Theresa von Kalkutta, die es gut zusammenfaste und sagte: „Die Leute sind unvernünftig und hartherzig. Liebe sie trotzdem.“ Es ist Teil des bekannten „Trotzdem-Gedichts. Das Gedicht ruft dazu auf, trotz menschlicher Widerstände, Egoismus und Rückschlägen an Liebe, Güte, Ehrlichkeit und dem eigenen Handeln festzuhalten. Zum Gräbergang gedachten die Gläubigen an ihren Gräbern ihrer verstorbenen Angehörigen.
Zu Allerseelen erinnern sich die Gläubigen an alle Verstorbenen. Jede Feier der Eucharistie sei Danksagung. Das Fest Allerseelen erinnere uns an unsere eigene Vergänglichkeit. Wer im Licht der Ewigkeit lebe, lernt das Wesentliche nicht aufzuschieben, nämlich die Versöhnung, die Liebe, die Dankbarkeit und den Glauben. Viele Menschen besuchen an Allerseelen die Gräber ihrer Angehörigen, bringen Blumen und entzünden Kerzen. Die Kerze sei ein schönes Zeichen, erinnere sie doch an Christus, das Licht der Welt. Wo menschlich gesehen Dunkelheit herrsche, leuchte das Licht der Auferstehung. Christliche Trauer ende daher nicht in Verzweiflung, sondern in der Erwartung des Wiedersehens.
