Wie jedes Jahr in der Adventszeit fand neben zahlreichen Weihnachtsmärkten andernorts auch in Hohenau vor dem Rathaus der schon traditionelle Weihnachtsmarkt statt. Dank des milden Wetters war er gut besucht. Dabei gab es neben dem Christbaumverkauf viele Gaumenfreunden und kleine Geschenke für die Lieben zu erwerben. Um 17.00 Uhr besuchte leicht verspätet der Nikolaus den Weihnachtsmarkt, der von vielen Kindern sowie von den Kindern des Kindergartens „St. Nikolaus“ in Hohenau schon sehnsüchtig erwartet wurde und mit Hilfe seines Krampusses kleine Geschenke verteilte.
Foto: Klaus Schreiner
Ab 18.00 Uhr hat der Pfarrgemeinderat von Hohenau zum Adventsingen in die Pfarrkirche eingeladen. Im Namen des Pfarrgemeinderats konnte PGR Dominik Eider hierzu rund 200 Besucher begrüßen. Dabei wirkten mit: Blaskapelle Hohenau-Ringelai, Kirchenchor Hohenau, Männerchor Freyung, die Gruppe „Querbeet“, die Waldkirchner Alphornbläser und „D´Vielsaitigen“. Der Erlös der freiwilligen Spenden kommen dem Hospizverein Freyung zugute.
In seiner Betrachtung ging Pfarrer David Savarimuthu auf den Ruf von Johannes „dem Täufer“ „Bereitet dem Herrn den Weg, ebnet ihm die Pfade“ ein. Dieser Ruf begleite uns durch den Advent. Eigentlich ist Advent die Vorbereitungszeit auf Weihnachten, eine Zeit der Besinnung, der inneren Umkehr und der geistlichen Vorbereitung auf die Geburt Jesu. Ursprünglich war diese heilige Zeit im Kirchenjahr, ähnlich wie heute die österliche Bußzeit eine Fastenzeit. Heute erleben wir jedoch eher das Gegenteil und man müsse sich fragen: Wann hat den der Advent aufgehört, die stillste Zeit im Jahr zu sein? Statt Fasten und Buße werden jede Menge Süßigkeiten angeboten. Manche Weihnachtsfeier in Firmen und Vereinen lassen wenig spüren vom eigentlichen Sinn, von der stillen Nacht, der Geburt Jesu und innerer Einkehr. Zu keiner Zeit im Jahr haben wir so viel Stress. Aber an diesem Abend des Adventsingens haben die Besucher sich Zeit genommen, um zur Ruhe zu kommen, um sich in Jesu Nähe beschenken zu lassen mit dem, was andere für die Besucher vorbereitet haben. Das sind die Adventslieder, die uns so vertraut sind. Vieles ist in diesen Tagen wichtig, um noch erledigt zu werden. Aber immer sollten wir uns auch die Zeit nehmen, unsere Prioritätenliste immer wieder neu anzuschauen.
