Foto: Fritz Denk
Interessante Einblicke in die Braukunst der Kanzelbräu-Brauerei in Mauth gewonnen.
Der Altenclub des OCV Schönbrunn am Lusen hat im Rahmen einer Exkursion die Kanzel-Bräu-Brauerei in Mauth besucht. Geleitet wurde die Gruppe von Edith Küblböck und Simone Grünzinger, während Thomas Dorner, Gastwirt und Vertreter des Eigentümers Bernhard Fuchs durch die Brauerei führte. Der Name „Kanzel-Bräu“ bezieht sich auf die „Kanzel“, einen Berg im Schönbrunner Wald. Dorner betonte die symbolische Brücke zwischen den beiden Orten: „Die Kanzel verbindet uns nicht nur geografisch, sondern auch durch die gemeinsame Liebe zur Braukunst.“
Die Idee zur Brauerei entstand 2020, mitten in der Coronazeit. Aus einer spontanen Laune heraus, so Dorner, wollten die Gründer die Wirtshauskultur neu beleben. Was als kleines Projekt begann, entwickelte sich zu einer Mikrobrauerei mit bis zu 300 Hektolitern Jahresausstoß. Aktuell werden vier Biersorten gebraut: Helles und Dunkles Bier, Eisvogel Pils und Rotfuchs-Weisse. Die Brauerei setzt auf regionale Zutaten und traditionelle Methoden. Gebraut wird nach dem bayerischen Reinheitsgebot. So wird geschrotetes Malz aus der Region mit Quellwasser aus Mauth vermischt, dazu kommen Hopfen und Hefe, die die Maische abrunden. Die Gärung und Reifung erfolgen in Edelstahltanks, bis das Bier seinen vollen Charakter entfaltet. Für die Qualitätssicherung sorgen der Eigentümer Bernhard Fuchs, Stephan Arens und Harald Hilz. „Anfangs brauten wir nur für unser Wirtshaus“, erzählt Dorner, „doch die Nachfrage, auch im Direktverkauf zwang uns, die Produktion zu steigern.“
Nach der Führung durften die Teilnehmerinnen und Teilenehmer das frisch gezapfte Bier verkosten, begleitet von einer typisch bayerischen Brotzeit. Bei Kaffee, Kuchen und live gespielten Volksliedern von Hans Seidl klang der Nachmittag gemütlich aus.
