Foto: Fritz Denk
Die Fürbitten richteten sich besonders an die Suchenden unserer Zeit und an die Herausforderungen der Welt
Pfarrei Schönbrunn am Lusen
Mit einem farbenfrohen, bewegenden Einzug in die Pfarrkirche “St. Heinrich und St. Gunther” hat am Dreikönigstag der Gottesdienst begonnen. Angeführt von einer feierlichen Abordnung der „Heiligen Drei Könige“ und von einer großen Schar engagierter Ministrantinnen und Ministranten begleitet, betrat Pfarrer David Savarimuthu den weihnachtlich geschmückten Kirchenraum.
In seiner Ansprache würdigte Pfarrer Savarimuthu den außergewöhnlichen Einsatz aller „Minis“ der Pfarrei, die trotz eisiger Kälte und unwirtlichen Wetters in den vergangenen Tagen als Sternsinger unterwegs waren. Verkleidet als die Heiligen Drei Könige brachten sie den traditionellen Segen in die Häuser der Pfarrei und sammelten Spenden für Kinder in Not weltweit.
Die diesjährige Sternsingeraktion stand unter dem Motto “Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit”. „Der Einsatz unserer Sternsinger zeige, wie wichtig es ist, Solidarität und Nächstenliebe zu leben, besonders für diejenigen, denen es nicht so gut geht“, betonte der Pfarrer. Das Fest der Erscheinung des Herrn stehe symbolisch für alle Suchenden, Fragenden und Hoffenden, die sich auf den Weg machen, um Sinn und ein höheres Ziel zu finden, so Savarimuthu. „Weil Gott in dem kleinen Kind Mensch geworden ist, schenkt er uns Hoffnung – für die Menschen in unserer Nähe und für die in der Ferne.“ Genau diese Botschaft stehe im Mittelpunkt des Gottesdienstes.
In seiner Predigt erinnerte der Pfarrer an die biblische Geschichte der Sterndeuter, die sich auf die Suche nach dem „Kind in der Krippe“ machten. „Auch heute hören wir von Jesus – und diese Botschaft kann uns bewegen, uns auf den Weg zu ihm zu machen und so zu Gott zu finden.“
Die Fürbitten, vorgetragen von Gabi Tanzer, richteten sich an die Suchenden unserer Zeit und an die Herausforderungen der Welt. Besonders betont wurde der Appell an Politikerinnen und Politiker, sich nicht nur für das eigene Land, sondern für die Völkergemeinschaft verantwortlich zu fühlen – und sich trotz aller Rückschläge unermüdlich für Entspannung, Gerechtigkeit und Frieden einzusetzen. Ein besonderes Anliegen galt den Jugendlichen, die in einer komplexen Welt ihren eigenen „Stern“ und Lebensweg finden müssen.
Zum Abschluss dankte Pfarrer Savarimuthu den Eltern, die ihre Kinder im Dienst als Ministranten unterstützen, sowie der Ministrantenbeauftragten Daniela Graf-Schubert und allen, die die jungen Sternsinger in den vergangenen Tagen begleitet und gefördert haben. „Ihr Engagement macht diesen Tag zu einem Zeichen der Hoffnung und Gemeinschaft“, schloss er.
