Im Verborgenen, im Stillen, im Kleinen das verwirklichen, was uns Jesus Christus in den Seligpreisungen deutlich macht
Am Fest Allerheiligen haben die Gläubigen des Pfarrverbandes Hohenau-Schönbrunn am Lusen vornehmlich ihrer verstorbenen Angehörigen gedacht. Vor einer voll besetzten Kirche und gut besuchtem Friedhof erinnerte Pfarrer David Savarimuthu neben den verstorbenen Freuden und Bekannten auch der verstorbenen Priester zu gedenken, die in der Pfarrei Hohenau ihren Dienst getan haben. An Allerheiligen verbinde sich die Kirche des Himmels mit der Kirche auf Erden.
Foto: Pfarrer David Savarimuthu
Heilig werden, so Pfarrer David Savarimuthu in seiner Predigt, dass sei ein großer Anspruch für uns schwache Menschen. Dennoch lade uns Allerheiligen dazu ein, dass wir Heilige werden, die sich immer wieder neu in die Nachfolge Jesu begeben. Viele sind von der Kirche heilig gesprochen worden. Sie wollen uns Vorbilder im Glauben sein und motivieren uns auf dem Weg zur Ewigkeit treu und stetig zu gehen. An Allerheiligen werde neben den großen bekannten Heiligen auch an jene gedacht, die in ihrem Leben ein bisschen Heilig waren und sind, die also im Verborgenen, im Stillen, im Kleinen das verwirklichten, was uns Jesus Christus in den Seligpreisungen deutlich macht. So gedenken wir an Allerheiligen auch der Menschen, die nicht groß in der Öffentlichkeit wirkten, sondern heilig sind im Kleinen und so ein bisschen heilig sind. Auch wir noch lebenden dürfen uns an Allerheiligen daran erinnern, dass wir selbst durch die Taufe geheiligt sind und den Auftrag haben, heilig zu werden. Es gehe dabei nicht um besondere Großtaten, sondern um die kleinen Zeichen von Menschlichkeit, die unsere Welt so notwendig brauche. Das sei eine Methode zur Heiligkeit. Jeden Tag neu anfangen und jeden Tag einen weiteren kleinen Schritt gehen, um ein bisschen heilig zu leben. Wir müssen immer wieder gerne damit beginnen.
Am Schluss des Gottesdienstes wurden die Verstorbenen der Pfarrei, welche seit Allerheiligen des vergangenen Jahres verstorben sind und in der Pfarrei Hohenau gelebt haben, verlesen. Für jeden Verstorbenen wurde eine Kerze zum Gedenken vor dem Altar entzündet. Die musikalische Gestaltung während des Gottesdienstes hat der Kirchenchor Hohenau und beim Gräbergang die Blaskapelle Hohenau-Ringelai übernommen.
