Ein bisschen heilig werden

Hohenau Pfarrverband am 01.11.2025

Info Icon Foto: Klaus Schreiner
Für jede, seit Allerheiligen des Vorjahres verstorbene Person (hier in Hohenau) wurde vor dem Altar eine Kerze zum Gedenken entzündet.

Im Verborgenen, im Stillen, im Kleinen das verwirklichen, was uns Jesus Christus in den Seligpreisungen deutlich macht

Am Fest Aller­hei­li­gen haben die Gläu­bi­gen des Pfarr­ver­ban­des Hohen­au-Schön­brunn am Lusen vor­nehm­lich ihrer ver­stor­be­nen Ange­hö­ri­gen gedacht. Vor einer voll besetz­ten Kir­che und gut besuch­tem Fried­hof erin­ner­te Pfar­rer David Sava­ri­mut­hu neben den ver­stor­be­nen Freu­den und Bekann­ten auch der ver­stor­be­nen Pries­ter zu geden­ken, die in der Pfar­rei Hohen­au ihren Dienst getan haben. An Aller­hei­li­gen ver­bin­de sich die Kir­che des Him­mels mit der Kir­che auf Erden. 

Info Icon Foto: Pfarrer David Savarimuthu
Die an Allerheiligen entzündeten Kerzen für die Verstorbenen der Pfarrei Schönbrunn am Lusen.

Hei­lig wer­den, so Pfar­rer David Sava­ri­mut­hu in sei­ner Pre­digt, dass sei ein gro­ßer Anspruch für uns schwa­che Men­schen. Den­noch lade uns Aller­hei­li­gen dazu ein, dass wir Hei­li­ge wer­den, die sich immer wie­der neu in die Nach­fol­ge Jesu bege­ben. Vie­le sind von der Kir­che hei­lig gespro­chen wor­den. Sie wol­len uns Vor­bil­der im Glau­ben sein und moti­vie­ren uns auf dem Weg zur Ewig­keit treu und ste­tig zu gehen. An Aller­hei­li­gen wer­de neben den gro­ßen bekann­ten Hei­li­gen auch an jene gedacht, die in ihrem Leben ein biss­chen Hei­lig waren und sind, die also im Ver­bor­ge­nen, im Stil­len, im Klei­nen das ver­wirk­lich­ten, was uns Jesus Chris­tus in den Selig­prei­sun­gen deut­lich macht. So geden­ken wir an Aller­hei­li­gen auch der Men­schen, die nicht groß in der Öffent­lich­keit wirk­ten, son­dern hei­lig sind im Klei­nen und so ein biss­chen hei­lig sind. Auch wir noch leben­den dür­fen uns an Aller­hei­li­gen dar­an erin­nern, dass wir selbst durch die Tau­fe gehei­ligt sind und den Auf­trag haben, hei­lig zu wer­den. Es gehe dabei nicht um beson­de­re Groß­ta­ten, son­dern um die klei­nen Zei­chen von Mensch­lich­keit, die unse­re Welt so not­wen­dig brau­che. Das sei eine Metho­de zur Hei­lig­keit. Jeden Tag neu anfan­gen und jeden Tag einen wei­te­ren klei­nen Schritt gehen, um ein biss­chen hei­lig zu leben. Wir müs­sen immer wie­der ger­ne damit beginnen.

Am Schluss des Got­tes­diens­tes wur­den die Ver­stor­be­nen der Pfar­rei, wel­che seit Aller­hei­li­gen des ver­gan­ge­nen Jah­res ver­stor­ben sind und in der Pfar­rei Hohen­au gelebt haben, ver­le­sen. Für jeden Ver­stor­be­nen wur­de eine Ker­ze zum Geden­ken vor dem Altar ent­zün­det. Die musi­ka­li­sche Gestal­tung wäh­rend des Got­tes­diens­tes hat der Kir­chen­chor Hohen­au und beim Grä­ber­gang die Blas­ka­pel­le Hohen­au-Rin­ge­lai übernommen. 

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