Pfarrei Hohenau
In der Pfarrei Hohenau wurde das Erntedankfest mit Traktorsegnung gefeiert. Bauern aus dem Pfarrgebiet haben unter Leitung von Josef Drexler aus Buchberg den Altar in der Pfarrkirche in Hohenau reichlich mit den Früchten des Feldes zu einem festlichen Erntealtar verwandelt. In einer Prozession wurde die Erntekrone, getragen von Bauern, vom Pfarrhaus zur Kirche überführt.
Zum Festgottesdienst selbst konnte Pfarrer David Savarimuthu zwei Mitbrüder aus seiner Heimatpfarrei „St. Maria“ in Pandaravilai in Indien begrüßen. Pfarrer Jsaacraj hat sich besonders für den Gemeindesaalbau dort eingesetzt. Unter seiner Amtszeit wurde auch die Kirche dort erbaut. Sein Nachfolger ist derzeit Pfarrer Mariavincent. Beide sind Klassenkameraden von David Savarimuthu und konnten dieses Jahr ihr 25-jähriges Priesterjubiläum feiern. Anlässlich dieses Jubiläums unternehmen beide mit einem mehrtägigen Zwischenstop in Hohenau eine Reise nach Rom.
Genug haben wir Gott zu danken, weil er uns so viel Gutes getan hat, so Pfarrer David Savarimuthu in seinen Eingangsworten. Gerade beim Aufbau des Erntealtars durch die Bauern habe sich die Solidarität mit der Kirche und mit der Gemeinde zu arbeiten gezeigt. Unter der Leitung des 1. Bürgermeisters und seiner Gemeinderäte sehe David Savarimuthu Hohenau auf Platz 1. Sein Dank galt auch den Vereinsmitgliedern und den Ehrenamtlichen. Im Anschluss segnete er den Erntealtar.
Ausgehend vom Sonntagsevangelium lud Pfarrer David Savarimuthu in der Predigt die Gläubigen dazu ein, anlässlich des Erntedanksonntags auf ihre eigene Glaubensgeschichte zu schauen. Wie habe ich oder wie haben wir zum Glauben gefunden? Neben dem Dank für die materiellen Dinge dürfen wir auch für den Glauben an Gott dankbar sein. Viele in Deutschland seien in einer gläubigen Familie aufgewachsen und getauft worden. Viele versuchen auch heute eine Familie zu gründen. Das bedeute, dass viele den Weg Mama und Papa, Oma und Opa und Uroma und Uropa zu werden suchen. So könne der Glaube in der Familienebene weiter gegeben werden. Wenn dennoch viele junge Erwachsene später aus der Kirche austreten, könnten die Eltern dafür nicht verantwortlich gemacht werden. Einige von ihnen finden später wieder zur Kirche, zum Glauben zurück und lassen ihre Ehe, ihre Kinder in der Kirche, vor dem Altar segnen. Das gesamte sakramentale Leben sei eine freie Entscheidung. Zum Gebet „Vaterunser“ versammelten sich alle Kinder um den Altar. Für die musikalische Umrahmung des Gottesdienstes sorgte die Blaskapelle Hohenau-Ringelai.
Der Eintopf wurde von Mitgliedern der Kirchenverwaltung und des Pfarrgemeinderates zubereitet. Nach der Traktorsegnung nahmen rund 60 Gläubige im Pfarrheim am Eintopfessen teil. Der Erlös aus dem Eintopfessen kommt dem Gemeindesaalbau in Pandaravilai in Indien zugute.
