Für den gesamten Pfarrverband Hohenau-Schönbrunn am Lusen wurde die Feier des letzten Abendmahls am Gründonnerstag zentral in der Pfarrkirche in Hohenau gefeiert. Die 12 ausgesuchten Personen, denen Pfarrer David Savarimuthu die Füße wusch, zogen zusammen mit den Ministrantinnen und Pfarrer David Savarimuthu in die Kirche ein. Nach den Worten von Pfarrer David Savarimuthu beginne mit dem Gründonnerstag die zentrale Feier dessen, was den christlichen Glauben ausmache. Bis zur Osternacht gehe die Liturgie den Weg Jesu mit.
Bis zur Osternacht gibt es innerhalb der Liturgie immer wieder etwas zu tun und zu erleben, was nicht nur Erinnerung ist, sondern uns auch heute mit hineinnimmt in das Geschehen von damals oder von heute, wo Krieg herrscht. Frieden brauchen wir miteinander.
Wenn Pfarrer David Savarimuthu, so in seiner Predigt, über die Liturgie des Gründonnerstags nachdenke, drängt sich ihm folgende Frage auf. Was hat die Kirche, was hat die Verantwortlichen in der Kirche dazu bewogen, als Evangelium für diesen Gottesdienst ausgerechnet die Erzählung von der Fußwaschung aus dem Johannesevangelium zu wählen. Die Fußwaschung vor dem Essen ist ja ein Dienst, den üblicherweise Sklaven oder Diener zu erbringen hatten. Es geht darum, dass Jesus uns dieses Sakrament der Eucharistiefeier geschenkt hat, indem er unter den Gaben von Brot und Wein unter uns Menschen gegenwärtig wird bis heute.
Das Symbol der Fußwaschung, dass nicht mehr in allen Pfarreien stattfindet, soll im Pfarrverband weiter fortgeführt werden als Zeichen auch in dieser modernen Zeit in unserer Kirche, nämlich Dienen. Jesus dient und macht sich zum Diener. Er beugt sich vor den Jüngern nieder. Er kniet vor ihnen. Er nimmt ihre vom Schmutz der Straßen dreckigen Füße in seine Hände und wäscht sie. Das ist Hingabe aus Liebe.
Anschließend wusch Pfarrer David Savarimuth den 12 Gläubigen im Aposteldienst die Füße. Während des Gebets „Vater unser“ versammelten sich alle Kinder um den Altar, umschlossen von den 12 Aposteldienern und den Ministrantinnen.
Dienen, Helfen, miteinander gehen in allen Zeiten, nicht nur in freudigen Tagen, sondern auch in schwierigen Situationen. Auch heute könne man als Helferinnen und Helfer, als Ratgeberinnen und Ratgeber den Mitmenschen zur Seite stehen.
Zum Schluss des Abendmahlgottesdienstes wurde das Allerheiligste in die Seelenkapelle übertragen.
