Von 1982 bis 2004 als Pfarrer der Pfarrei Hohenau tätig
Pfarrei Hohenau
Im Rahmen des Sonntagsgottesdienstes wurde an die Einführung von Willibald Wagner als neuer Pfarrer der Pfarrgemeinde Hohenau erinnert. Am 21. August 1982 hat er die Pfarrei übernommen und war fortan 22 Jahre bis 2004 Pfarrer von Hohenau. In dieser Zeit hat er zeitweilig auch die Pfarrei Schönbrunn am Lusen mit betreut.
In seiner Ansprache berichtete Willibald Wagner über seinen Empfang in der Pfarrei Hohenau vor 40 Jahren. So ist er mit einem selbstgebauten, motorisierten Dreirad, welches von einem damaligen Kollegen aus der Berufsschule, einem Kfz-Meister gebaut wurde von Oberndorf bei Freyung, seinem Heimatort, nach Haslach bei Hohenau gefahren worden. Die wartenden Gläubigen haben dort den neuen Pfarrer erwartet. Da kam plötzlich so ein „greislicher“ Kahn daher. Und wo ist der neue Pfarrer, fragten damals viele. Zum Erstaunen aller entstieg er dem motorisierten Dreirad, nicht etwa in schwarzem Anzug oder gar Talar, sondern in ziviler Kleidung. Der damalige Bürgermeister Helmut Behringer, der Pfarrgemeinderat und die Kirchenverwaltung hießen ihn willkommen. In seinen weiteren Ausführungen berichtete Willibald Wagner von den Beschlüssen des Konzils von Trient im 16. Jahrhundert. Dort wurde festgelegt, dass man zu einem Pfarrer aufschauen müsse, er sei Gott gleich. Er bezeichnete dies als Anmaßung von damals. Da er sich von Anfang an mit Vornamen ansprechen ließ, dauerte es einige Zeit, bis die Leute ihn als einen der ihren angenommen haben und nicht als einen der besser ist. Ebenso wenig habe er sich als Hochwürden ansprechen lassen. Überall wo er gewirkt habe, wollte er zeigen, dass er den Gläubigen in Augenhöhe begegnen wolle. Dies sei bis heute so. Das oben/unten-denken habe seit dem 2. Vatikanischen Konzil ausgedient. Er ging weiter auf Textpassagen im Evangelium ein, wo der Apostel Paulus sagt, „Wir sind nicht die Herrscher eures Glaubens, sondern Diener eurer Freude“. Während Papst Johannes XXIII. mit dem 2. Vatikanischen Konzil in den Jahren 1962 bis 1965 die Fenster weit öffnete, was der katholischen Kirche damals weltweit großes Ansehen gebracht habe, wurden seither durch die nachfolgenden Päpste ein um das andere Fenster wieder zu gemacht. Ein weiteres Thema war das Kirchenvolksbegehren 1995. Bis heute wurde keines der damals geforderten Punkte erfüllt. Er ging weiter auf den abnehmenden Kirchenbesuch sowie die Missbrauchsopfer und den Umgang der Kirche mit diesen ein. Als weiteres Thema griff er die Laienarbeit und die vielen ehrenamtlich in der Pfarrei tätigen Personen auf. Ihnen gilt ein besonderer Dank. In Bezug auf die vielen Kirchenaustritte forderte Willibald Wagner im Geiste des Apostels Paulus, wo es im Evangelium heißt, „Lasst nicht nach in eurem Eifer und löscht den Geist nicht aus“ alle Gläubigen dazu auf nicht aus der Kirche auszutreten, sondern vielmehr in der Kirche aufzutreten. Als das kostbarste Evangelium bezeichnete Willibald Wagner aus seiner Sicht das Emaus-Evangelium. Abschließend wünschte er der Pfarrei Hohenau eine gute und gesegnete Zukunft.
Pfarrer David Savarimuth würdigte sein Wirken in Hohenau während der 22 Jahre als Pfarrer von Hohenau und nunmehr seit 18 Jahren als Ruheständler. Es sei eine Gnade für die Pfarrei Hohenau und seit 2004 auch für den Pfarrverband Hohenau-Schönbrunn am Lusen, dass er in Hohenau lebt und wohnt. Seit 2016 ist er für Pfarrer David Savarimuthu ein richtiger Nothelfer, wenn er selbst durch unvermeidbare Termine verhindert ist. Pfarrer i. R. Willibald Wagner sei immer da einzuspringen, sei es in Hohenau oder/und Schönbrunn am Lusen. Mit einem indischen Schal wünschte Pfarrer David Savarimuthu Willibald Wagner weiterhin alles Gute.