Pfarrer i. R. Willibald Wagner für 40-jähriges Wirken in der Pfarrei Hohenau gedankt

Hohenau Pfarrverband am 21.08.2022

Pfarrer Wagner Willibald 40 Jahre in Hohenau 21 08 2022 Foto: Klaus Schreiner
Pfarrer David Savarimuthu überreichte Pfarrer i. R. Willibald Wagner als Dank für seinen Einsatz im Pfarrverband Hohenau-Schönbrunn am Lusen auch über seine Zeit als Pfarrer des Pfarrverbandes hinaus einen indischen Schal.

Von 1982 bis 2004 als Pfarrer der Pfarrei Hohenau tätig

Pfar­rei Hohenau

Im Rah­men des Sonn­tags­got­tes­diens­tes wur­de an die Ein­füh­rung von Wil­li­bald Wag­ner als neu­er Pfar­rer der Pfarr­ge­mein­de Hohen­au erin­nert. Am 21. August 1982 hat er die Pfar­rei über­nom­men und war fort­an 22 Jah­re bis 2004 Pfar­rer von Hohen­au. In die­ser Zeit hat er zeit­wei­lig auch die Pfar­rei Schön­brunn am Lusen mit betreut.

In sei­ner Anspra­che berich­te­te Wil­li­bald Wag­ner über sei­nen Emp­fang in der Pfar­rei Hohen­au vor 40 Jah­ren. So ist er mit einem selbst­ge­bau­ten, moto­ri­sier­ten Drei­rad, wel­ches von einem dama­li­gen Kol­le­gen aus der Berufs­schu­le, einem Kfz-Meis­ter gebaut wur­de von Obern­dorf bei Frey­ung, sei­nem Hei­mat­ort, nach Has­lach bei Hohen­au gefah­ren wor­den. Die war­ten­den Gläu­bi­gen haben dort den neu­en Pfar­rer erwar­tet. Da kam plötz­lich so ein greis­li­cher“ Kahn daher. Und wo ist der neue Pfar­rer, frag­ten damals vie­le. Zum Erstau­nen aller ent­stieg er dem moto­ri­sier­ten Drei­rad, nicht etwa in schwar­zem Anzug oder gar Talar, son­dern in zivi­ler Klei­dung. Der dama­li­ge Bür­ger­meis­ter Hel­mut Beh­rin­ger, der Pfarr­ge­mein­de­rat und die Kir­chen­ver­wal­tung hie­ßen ihn will­kom­men. In sei­nen wei­te­ren Aus­füh­run­gen berich­te­te Wil­li­bald Wag­ner von den Beschlüs­sen des Kon­zils von Tri­ent im 16. Jahr­hun­dert. Dort wur­de fest­ge­legt, dass man zu einem Pfar­rer auf­schau­en müs­se, er sei Gott gleich. Er bezeich­ne­te dies als Anma­ßung von damals. Da er sich von Anfang an mit Vor­na­men anspre­chen ließ, dau­er­te es eini­ge Zeit, bis die Leu­te ihn als einen der ihren ange­nom­men haben und nicht als einen der bes­ser ist. Eben­so wenig habe er sich als Hoch­wür­den anspre­chen las­sen. Über­all wo er gewirkt habe, woll­te er zei­gen, dass er den Gläu­bi­gen in Augen­hö­he begeg­nen wol­le. Dies sei bis heu­te so. Das oben/­un­ten-den­ken habe seit dem 2. Vati­ka­ni­schen Kon­zil aus­ge­dient. Er ging wei­ter auf Text­pas­sa­gen im Evan­ge­li­um ein, wo der Apos­tel Pau­lus sagt, Wir sind nicht die Herr­scher eures Glau­bens, son­dern Die­ner eurer Freu­de“. Wäh­rend Papst Johan­nes XXIII. mit dem 2. Vati­ka­ni­schen Kon­zil in den Jah­ren 1962 bis 1965 die Fens­ter weit öff­ne­te, was der katho­li­schen Kir­che damals welt­weit gro­ßes Anse­hen gebracht habe, wur­den seit­her durch die nach­fol­gen­den Päps­te ein um das ande­re Fens­ter wie­der zu gemacht. Ein wei­te­res The­ma war das Kir­chen­volks­be­geh­ren 1995. Bis heu­te wur­de kei­nes der damals gefor­der­ten Punk­te erfüllt. Er ging wei­ter auf den abneh­men­den Kir­chen­be­such sowie die Miss­brauchs­op­fer und den Umgang der Kir­che mit die­sen ein. Als wei­te­res The­ma griff er die Lai­en­ar­beit und die vie­len ehren­amt­lich in der Pfar­rei täti­gen Per­so­nen auf. Ihnen gilt ein beson­de­rer Dank. In Bezug auf die vie­len Kir­chen­aus­trit­te for­der­te Wil­li­bald Wag­ner im Geis­te des Apos­tels Pau­lus, wo es im Evan­ge­li­um heißt, Lasst nicht nach in eurem Eifer und löscht den Geist nicht aus“ alle Gläu­bi­gen dazu auf nicht aus der Kir­che aus­zu­tre­ten, son­dern viel­mehr in der Kir­che auf­zu­tre­ten. Als das kost­bars­te Evan­ge­li­um bezeich­ne­te Wil­li­bald Wag­ner aus sei­ner Sicht das Emaus-Evan­ge­li­um. Abschlie­ßend wünsch­te er der Pfar­rei Hohen­au eine gute und geseg­ne­te Zukunft. 

Pfar­rer David Sava­ri­muth wür­dig­te sein Wir­ken in Hohen­au wäh­rend der 22 Jah­re als Pfar­rer von Hohen­au und nun­mehr seit 18 Jah­ren als Ruhe­ständ­ler. Es sei eine Gna­de für die Pfar­rei Hohen­au und seit 2004 auch für den Pfarr­ver­band Hohen­au-Schön­brunn am Lusen, dass er in Hohen­au lebt und wohnt. Seit 2016 ist er für Pfar­rer David Sava­ri­mut­hu ein rich­ti­ger Not­hel­fer, wenn er selbst durch unver­meid­ba­re Ter­mi­ne ver­hin­dert ist. Pfar­rer i. R. Wil­li­bald Wag­ner sei immer da ein­zu­sprin­gen, sei es in Hohen­au oder/​und Schön­brunn am Lusen. Mit einem indi­schen Schal wünsch­te Pfar­rer David Sava­ri­mut­hu Wil­li­bald Wag­ner wei­ter­hin alles Gute.

Weitere Nachrichten

Logo Pfarrei Hohenau
09.03.2025

Pfarrei Hohenau - Aus der PGR-Sitzung vom 6.03.2025

Jährliche Reinigung des Pfarrheims in Hohenau soll in Zukunft in Kleingruppen erfolgen

PV Hohenau Pfarrertreffen im Dekanat FRG 10 02 2025
10.02.2025

Dekanat Freyung-Grafenau - Monatlicher Priestertreff fand in Hohenau statt

Gottesdienst mit Laudes gefeiert - Monatliches Treffen dient dem Erfahrungsaustausch